Industrie 4.0 in Baden-Württemberg – wo stehen wir heute?

Im Rahmen der Feier 5 Jahre Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg wurden von Dr. Christian Lerch, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI neueste Ergebnisse zur Industrie 4.0-Readiness der baden-württembergischen und deutschen Industrie vorgestellt. Präsentiert wurde ein Vergleich des Umsetzungsstands der Industrie 4.0 zwischen 2015 und 2018 und der Entwicklungen der Industrie-4.0-Aktivitäten auf Basis der repräsentativen Betriebsbefragung Modernisierung der Produktion des Fraunhofer ISI.

Dabei zeigt sich, dass die digitale Transformation in den letzten Jahren insbesondere bei den Industrie 4.0-Basisanwendungen stattgefunden hat. Hierzu zählen z. B. Technologien der drahtlosen Mensch-Maschine-Kommunikation oder aus dem Bereich der digitalen Managementsysteme. Die Gruppe der Basisanwender konnte in Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren um 5 Prozent wachsen. Im Gegensatz dazu haben komplexere digitale Technologien, die z. B. auf cyber-physischen Systemen basieren, in den letzten Jahren kaum zusätzliche Verbreitung gefunden. Entsprechend ist die Industrie 4.0-Spitzengruppe in Baden-Württemberg in den letzten Jahren lediglich um 2 Prozent gewachsen.

Hervorzuheben ist, dass insbesondere die kleinen Betriebe Anschluss gefunden haben. So konnten fast zusätzliche 20 Prozent der kleinen Betriebe Industrie 4.0-Basisanwendungen in ihren Produktionsprozessen einführen. Ebenso zeigt sich, dass Baden-Württemberg als Region auch weiterhin an der Spitze der derzeitigen Industrie 4.0-Aktivitäten bleibt. Insbesondere in der Kombination aus Spitzen- und Basisanwendungen nimmt Baden-Württemberg eine Führungsrolle in Deutschland ein.