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Zukunft, aber sicher!

Wie die Allianz Industrie 4.0 das Thema Cybersicherheit voranbringt.

AdobeStock

Die zunehmende Digitalisierung in der Wirtschaft ermöglicht flexiblere Produktionsverfahren, schafft neue Geschäftsmodelle und erlaubt veränderte Formen der Zusammenarbeit. Gleichzeitig verstärkt der Einsatz digitaler Technologien auch die Gefahr von Cyberangriffen.

Laut einer aktuellen Studie des Digitalverbands Bitkom waren 2020/2021 neun von zehn Unternehmen in Deutschland Opfer von Angriffen auf ihre digitale Infrastruktur. Schäden durch Erpressung, Systemausfälle und Störungen von Betriebsabläufen sind seit 2019 um 358% gestiegen. Dabei erzeugen Cyber-Attacken nicht nur Reputationsschäden, sondern bedrohen oftmals auch geschäftliche Existenzen. Cyberangriffe betreffen dabei Unternehmen verschiedener Branchen und Größen gleichermaßen.

Cybersicherheit – Regionale Industrieinitiativen als Anlaufstelle

Auf die Gefahren hinzuweisen und die Unternehmen für das Thema „Cybersicherheit“ zu sensibilisieren ist oftmals auch Ziel regionaler Industrieinitiativen. Die Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg, ein vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg initiiertes und gefördertes Netzwerk, unterstützt die Etablierung von Industrie 4.0-Technologien, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen. Die Unternehmen auf das Thema Datensicherheit aufmerksam zu machen, spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg geht aber bereits einen Schritt weiter. Mit ihrer Kampagne „Zukunft, aber sicher!“ möchte sie Unternehmen zum Handeln bewegen. Bisher fanden bereits vier Veranstaltungen statt, bei denen Akteure vorgestellt, Informationen ausgetauscht und Best-Practices dargestellt wurden.

Eine Kampagne, die zum Handeln motiviert

In der ersten Veranstaltung teilte die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime des LKA Baden-Württemberg ihre Erkenntnisse über aktuelle Bedrohungen und gab praktische Handlungsanweisungen. Zudem erhielten die Teilnehmenden eine Einführung über aktuelle Sicherheitsstandards und regulatorische Aspekte auf europäischer und Bundesebene.

Die zweite Veranstaltung stand unter dem Titel „Incident Response“. Dabei stellte die Cyberwehr Baden-Württemberg ihre Arbeit vor und legte dar, wie bei einem Cyber-Angriff vorzugehen ist. Best-Practice-Beispiele aus Unternehmen ergänzten die praktische Einführung in den Bereich des Notfallmanagements.

Die dritte Veranstaltung wurde genutzt, um die Erkenntnisse des Projekts CyberProtect zu präsentieren. Dafür stellten Vertreter/-innen aus dem FZI Forschungszentrum Informatik und dem Fraunhofer Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) Methoden und Technologien zur Schwachstellenidentifikation vor und zeigten auf, wie Ergebnisse aus der Forschung konkret in die Anwendung bei Unternehmen gelangten.

Am 01.12.2021 organisierte die Allianz Industrie 4.0 eine Netzwerkveranstaltung zwischen VertreterInnen von mittelständischen Industrieunternehmen aus Baden-Württemberg und den Ansprechpartnern von BSI, LKA Baden-Württemberg, Cybersicherheitsagentur BW und Landesamt für Verfassungsschutz BW. Der Austausch gab den teilnehmenden Unternehmen eine Übersicht über die wichtigsten Akteure und deren konkrete Hilfsangebote im Falle eines Cyber-Angriffs.

Fazit

Die seit dem Frühjahr 2021 regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen treffen auf reges Interesse seitens der Unternehmen. Die stetig steigenden Teilnehmerzahlen zeigen, dass kontinuierliche Angebote wichtig sind, um die Zielgruppe in der Breite zu erschließen. Mit zuletzt über 70 Teilnehmenden aus dem industriellen Umfeld, überwiegend Anwender und Hersteller von Maschinen und Komponenten, wächst somit der Teilnehmerkreis.

Deshalb ist eine Fortsetzung der Reihe geplant. Außerdem sollen weitere Interessierte erschlossen werden. Themen für 2022 sind technische Themen wie die IEC62443 und, strategische Themen wie die Zusammenarbeit mit externen Partnern, von Forschungseinrichtungen über Startups bis hin zu Behörden, die im Sicherheitsbereich arbeiten.

Ziel ist weiterhin, für KMU ein Netzwerk zu bilden, um den Herausforderungen der digitalen Sicherheit adäquat zu begegnen. Vielen sind die Risiken bewusst, nun geht es darum, bei der Umsetzung von Sicherheitsprojekten zu unterstützen.

Fragen?

Wenden Sie sich gerne an Lukas Schleicher:

Telefon: +49 711 2 28 01-29
E-Mail: lukas.schleicher@vdma.org