Schülerforschungszentrum Südwürttemberg

Effizienz in der Medizintechnik durch RFID-Tracking

Name: Schülerforschungszentrum Südwürttemberg
Gründungsjahr:
Mitarbeiterzahl: 100
Branche: Bildung, Schülerförderung
Ausgezeichnet: November 2016

 

Kompetenzen

Das SFZ ist eine überregionale Plattform zur Interessen- und Talentförderung von Kindern und Jugendlichen im MINT-Bereich, sowie ein Dienstleister für die Schulen der Region Südwürttemberg. Neben Einstiegsworkshops zu vielen aktuellen Themen im MINT-Bereich, bietet das SFZ vor allem eine durchgängige Betreuung von Schülerforschungsprojekten an. Außer in Tuttlingen forschen SFZler auch an den Standorten in Bad Saulgau, Friedrichshafen, Überlingen, Reutlingen-Eningen, Ochsenhausen, Wangen und Ulm.
Das folgende Projekt wurde von drei jungen Männern über fast drei Jahre hinweg in enger Absprache mit Unternehmen und Mitarbeitern und Ärzten aus der Klinik voran- getrieben und bis zu einem lauffähigen Prototypen entwickelt.

„Technik die hilft Leben zu retten ist das Schönste was man entwickeln kann. In unserer dreijährigen Arbeit haben wir eine Lösung entwickelt, jeden Schritt einer OP nachvollziehbar zu machen und damit sicherer für die Patienten und effizienter für die Kliniken. Daneben ergeben sich eine Reihe von positiven Nebeneffekten, wie z.B. die Optimierung des Klinikbestandes aufgrund einer echten Datenbasis.“ Lukas Ruf, Schülerforschungszentrum

 

Welche neuen Maßnahmen wurden eingeführt?

Um zu vermeiden, dass während einer Operation unzulässige Instrumente zum Einsatz kommen, wurde am Schülerforschungszentrum eine Lösung mittels RFID-Tags entwickelt. Indem jedes Instrument mit einem RFID-Tag versehen wird, ist es jederzeit eindeutig identifizierbar. Daten die darauf gespeichert werden umfassen beispielsweise, neben der Kennnummer, Informationen zu den verschiedenen Schritten der Wiederaufbereitung, der Wartung und auch dem korrekten Einsatz.

Der zweite Teil der Lösung besteht in einem Lesegerät, das Chirurgen oder OP-Schwestern als Armband tragen. Das Armband liest die Daten aus und kann somit direkt überprüfen, ob z.B. die Aufbereitung des Instrumentes korrekt durchgeführt wurde oder das Instrument für diesen OP-Schritt vorgesehen ist. Ist dies nicht der Fall, wird automatisch eine Warnmeldung ausgegeben. Alle Daten werden via Bluetooth an einen zentralen Rechner gesendet und können mit einer eigens geschriebenen Software ausgewertet werden.

 

Welche Vorteile gibt es im Vergleich zum herkömmlichen Ansatz?

Über das Verfahren können Fehler während der Operation und in der Wiederaufbereitung vermieden werden. Sowohl am Lesegerät als auch auf dem Steuerungsmonitor werden entsprechende Warnmeldungen schon während der OP ausgegeben und damit Fehler vermieden.

Indem jedes einzelne Instrument erfasst wird, werden Kliniken außerdem in die Lage versetzt, ihren Bestand anhand der tatsächlichen Nutzungshäufigkeit zu optimieren.

Darüber hinaus können alle relevanten Informationen zum jeweiligen Instrument – wie etwa Herstellerinformationen oder Wartungsstand - von der angebundenen Datenbank abgerufen werden. Dies hilft sowohl der Zentralsterilisation, als auch der Beschaffung und Wartung der Klinik.

 

Welchen Nutzen hat die Lösung für Patienten bzw. die Kliniken?

Der durchgängige Einsatz der RFID-Tags erhöht die Patientensicherheit in erheblichem Maße: Indem alle Bestecke automatisch über das Lesegerät kontrolliert werden, sinkt das Risiko, dass fehlerhaft gewartete Instrumente verwendet werden. Da jedes einzelne Instrument über das Lesegerät wieder ausgecheckt wird, kann zudem vermieden werden, dass einzelne, auch kleinere, Instrumente, während der Operation im Körper des Patienten vergessen werden.

Die Kliniken haben den Nutzen, dass durch diese Lösung über viele Operationen hinweg eine Datenbasis entsteht, die die wirkliche Nutzung der eingesetzten Instrumente aufzeigt und so Optimierungspotentiale anzeigt. Dies kommt damit auch mittelbar den Patienten wieder zu gute.

 

 

Kontakt

Schülerforschungszentrum Südwürttemberg (SFZ®)
Dr. Konstanze Nickolaus (PR-Referentin)
Klösterle 1A
88348 Bad Saulgau

Telefon: 07581 53 77 26
E-Mail: k.nickolaus@sfz-bw.de bzw. info@sfz-bw.de
Webseite: www.sfz-bw.de

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