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Das Gläserne Labor der Abteilung für Wissens- und Technologietransfer – Auf dem Weg von 2.0 zu 4.0

Name: Abteilung für Wissens- und Technologietransfer (WTT) am IMP, Hochschule Karlsruhe
Gründungsjahr: 2009
Mitarbeiterzahl: 24
Branche: Wissenschaft und Forschung
Ausgezeichnet: Mai 2017

 

Kompetenzen

Das IMP (Institute of Materials and Processes) ist ein zentral unter der Hochschulleitung positioniertes fakultätsübergreifendes Forschungsinstitut mit inhaltlicher Ausrichtung auf numerische Werkstoffsimulation, Fertigungstechnik, Produktion, Robotik, Strömungsmechanik, Bionik und verwandte Themen. Die Abteilung Wissens- und Technologietransfer des IMP erforscht die Bedingungen der Wissens- und Technologietransferprozesse und unterstützt die einzelnen Abteilungen des IMP bei Ihren Wissens- und Technologietransferaktivitäten.

 

Welches Problem adressiert die Industrie 4.0-Lösung?

Das Ziel des Gläsernen Labors ist nicht die idealtypische Abbildung einer Modell-Fabrik und dazugehörigen Fertigungsprozesse, sondern die Fokussierung auf spezifische Fragestellungen, die innerhalb des Produktentstehungsprozesses auftreten und deren Lösung die Voraussetzungen für die Digitalisierung der Produktion und die Vernetzung der Produktionsanlagen schafft. Im Vordergrund steht hier nicht die Veranschaulichung der bereits vorhandenen Technologien im Sinne einer Schaufabrik. Vielmehr liegen hier die Schwerpunkte in der angewandten Materialforschung und der Erforschung und Entwicklung neuer Fertigungsverfahren und –technologien.

 

Welche Industrie 4.0-Lösung wurde umgesetzt?

Das Gläserne Labor der Abteilung für Wissens- und Technologietransfer am Institut of Materials and Processes (IMP) der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft ermöglicht die Berücksichtigung der gesamten Prozesskette - vom Design, über die Entwicklung hin zu  Konstruktion und Fertigung. Unter der Einbeziehung wirtschaftswissenschaftlicher Sichtweisen können hier Studierende und Wissenschaftler nach umsetzungsstarken und anwendungsorientierten Lösungen für fertigungstechnische Fragestellungen suchen.

Das Gläserne Labor ist

  1. a) ein Ort der Forschung.

Auf ca. 700 qm Fläche stehen einem interdisziplinären Forschungsteam modernste Maschinen zu Verfügung. Neben den klassischen Forschungsvorhaben im Bereich der Fertigungstechnologien werden hier aktuell zwei Promotionsverfahren durchgeführt im Rahmen derer Lösungen entwickelt werden, die die Voraussetzungen für die Umsetzung der Industrie 4.0 darstellen. Das erste Promotionsverfahren widmet sich dem Thema  "Product Development Lifecycle in the Era of Industry 4.0" und wird betreut gemeinsam mit Prof. Dr. Dr.-Ing. Dr. h. c. Jivka Ovtcharova (KIT/IMI). Das zweite Promotionsverfahren ist in Vorbereitung und hat das Thema "Development and Simulation of the Structure and Material for Medical Implants" und wird betreut zusammen mit Prof. Dr. Britta Nestler.

  1. b) ein Ort des Wissenstransfers.

Dort wo neue Erkenntnisse gewonnen werden findet auch der Transfer des Wissens statt. Das Gläserne Labor ist ein Ort der didaktisch fundierten Wissensvermittlung. Zusammen mit der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe werden hier didaktische Konzepte für Weiterbildungsmaßnahmen älterer Mitarbeitenden entwickelt und erprobt. Angesichts des gestiegenen Weiterbildungsbedarfs durch die zunehmende Digitalisierungsprozesse am Arbeitsplatz und vor dem Hintergrund des  Fachkräftemangels und der demografischen Entwicklung werden die hier entwickelten Lösungen den Unternehmen helfen, ihren Wertschöpfungspotential  und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

  1. c) eine Praxiswerkstatt

Studentinnen und Studenten erhalten hier praxisbezogene Einblicke in die Welt der Fertigungstechnologien.

 

Welche Vorteile gibt es im Vergleich zum herkömmlichen Ansatz?

Industrie 4.0 Lösungen werden in einem Kontext betrachtet, der zum einen die gesamte Prozesskette der Produktentstehung  in den Blickpunkt nimmt und zum anderem den Faktor Mensch im Produktentstehungsprozess nicht außer Acht lässt.  Sowohl den Studierenden als auch den Mitarbeitenden der Industrieunternehmen und des Handwerks werden hier tiefe Einblicke in Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der laufenden Forschungsprojekte ermöglicht.

Neben der Entwicklung innovativer Lösungen wird dem Wissens- und Technologietransfer zwischen der Hochschule und Unternehmen eine ganz besondere Bedeutung beigemessen. Die Effizienz und die Nachhaltigkeit dieser Prozesse ist ein Forschungsschwerpunkt des WTT. Auf der Basis dieser Forschung werden Weiterbildungsmaßnahmen konzipiert und umgesetzt.

 

Welchen Nutzen hat der Kunde?

Dieser Ansatz ermöglicht sowohl den Studierenden als auch den Mitarbeitenden der Unternehmen einen sehr anwendungs- und praxisorientierten Zugang zu aktuellen Forschungsfragen, Entwicklungsvorhaben und angewandten Methoden.

Studierende der Bachelor- und Masterstudiengänge werden in die Forschungsarbeiten eingebunden. Dies dient nicht zuletzt der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Hochschule Karlsruhe.

 

Kontakt

Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft
Abteilung für Wissens- und Technologietransfer
Moltkestr. 30
76133 Karlsruhe

Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Haas
ruediger.haas@hs-karlsruhe.de

PD Dr. phil. habil. Maja Jeretin-Kopf
maja.jeretin-kopf@hs-karlsruhe.de

Dipl. Ing. Oliver Brückom (FH)
oliver.bueckom@hs-karlsruhe.de

Webseite: www.hs-karlsruhe.de/imp/forschung/wissens-und-technologietransfer

Hochschule Karlsruhe, Abteilung für Wissens- und Technologietransfer (WTT) am IMP

Moltkestr. 30
76133 Karlsruhe
Deutschland