Gebhardt Fördertechnik GmbH

Der Fördertechnik-Baukasten

Name: Gebhardt Fördertechnik GmbH
Gründungsjahr: 1952
Mitarbeiterzahl: 400
Branche: High-Tech
Ausgezeichnet: November 2015

Kompetenzen

Die GEBHARDT Fördertechnik GmbH ist einer der führenden Anbieter von Materialfluss- und innerbetrieblichen Logistiksystemen. Das Unternehmen entwickelt maßgeschneiderte Komplettlösungen - von der Idee bis zur vollständigen Realisierung im Bereich Transport, Materialfluss, Sortiertechnik, Montage, Lagertechnik einschließlich Steuerung & Automatisierung, Lagerverwaltungssysteme und IT Integration.

Welches Problem adressiert Ihre Industrie 4.0-Lösung?

Bei dem Gebhardt FlexConveyor handelt es sich um ein Industrie 4.0-Produkt für die Intralogistik. Das System besteht aus einem Baukasten von vordefinierten, standardisierten Fördermodulen unterschiedlicher Funktion und Abmessungen. Die einzelnen Module können vom Kunden selbständig mit nur wenigen Handgriffen sowohl mechanisch als auch IT-seitig gekoppelt und wieder entkoppelt werden.

Heutzutage sind Intralogistiklösungen, beispielsweise Förderbänder und -straßen, größtenteils noch starre Gebilde. Einmal aufgebaut und installiert, lassen sie sich danach nur mit größerem Aufwand umrüsten, erweitern oder auf geänderte Bedürfnisse einstellen.

Beim Gebhardt FlexConveyor werden stattdessen wie in einem Baukastensystem einzelne Fördermodule per Plug&Play zusammengesteckt und miteinander verbunden. Nach Anschluss an das Stromnetz sind die Module sofort einsatzbereit und der Materialfluss wird vollständig von der dezentralen FlexConveyor-Logik geregelt. Ermöglicht wird dies durch ein intelligentes, vernetzbares Steuermodul (FlexBox) welche in jedes Förderelement integriert ist. Durch eine einfache Verbindungstechnik wird die Übertragung von Energie und Daten zwischen den Modulen sichergestellt, wobei der dezentral arbeitende Steuerungsalgorithmus der FlexBox selbständig das Layout der Anlage erkennen und Transportwege planen kann. Die Kommunikation der Module untereinander basiert auf der standardisierten Verbindungs- und Kommunikationstechnologie Ethernet.

Was sind die wichtigsten Vorteile dieser Lösung?

Im Gegensatz zu klassischen Förderanlagen, die mit konventionellen Steuerungen aufgebaut sind, kann beim FlexConveyor die zeit- und kostenintensive Planung und Inbetriebnahme entfallen oder stark reduziert werden. Der Aufbau einer Förderstrecke, egal ob für leichte Kartons oder schwere Paletten, wird somit „kinderleicht“. Die Module werden zusammengesteckt und die Programmierung erfolgt durch ein Netzwerk von intelligenten, sich selbst steuernden Modulen.

Mittels einfach zu bedienendem Konfigurator können sowohl Hersteller als auch Endkunden bequem Einstellungen an den Modulen bzw. an der Förderanlage vornehmen. So lassen sich einerseits je nach Länge des Förderers bereits die Parameter für die Steuerung ab Werk einstellen. Auf der anderen Seite können beim Kunden Transportrouten dynamisch festgelegt werden, um so je nach Auslastung von Arbeitsplätzen den Materialfluss zu optimieren.

Während des Betriebs werden Ausfälle und Störungen von den Modulen automatisch erkannt und gemeldet. Da das System dezentral arbeitet, können im Störfall alle anderen Fördermodule weiterhin normal betrieben und das fehlerhafte Modul einfach ausgetauscht werden. Dies ist ein bedeutender Vorteil im Gegensatz zu klassischen, zentralen Steuerungen, die in der Regel bei einem Ausfall das Gesamtsystem lahmlegen.

Der Kunde kann mit dem neuen System seine Anlagen kontinuierlich an die Markterfordernisse anzupassen. Änderungen können dabei in der Rege selbst ohne Servicetechniker vorgenommen werden. Die hohe Intelligenz und Selbstverwaltung der Produkte ermöglicht dies.

Welches weitere Potenzial hat die Lösung?

In der Logistik lassen sich neue Bereiche erschließen, in denen Fördertechnik heutzutage nicht rentabel bzw. zu unflexibel ist (wie bei Saisongeschäften). Insbesondere sind in Zukunft Prozesse denkbar, in denen häufige oder schnelle Änderungen notwendig sind und daher kurzfristig das physikalische Layout der Fördertechnik geändert werden muss, um Flächen freizusetzen oder Platz mehrfach nutzen zu können.

Die Idee eines nach dem Prinzip des FlexConveyor konzipierten Systems lässt sich derart weiterführen, dass letzten Endes eine umfassende Standardisierung der Fördertechnik möglich wird mit dem Ziel, einen durchgängigen Fördertechnik-Baukasten zu schaffen, in dem alle relevanten Punkte (d.h. Mechanik, Sensorik, Aktorik, Steuerung etc.) berücksichtigt werden.

Die Industrie 4.0-Lösung von Gebhardt wird bereits in der Praxis, beispielsweise bei Breuninger in Stuttgart oder bei Bayer CropScience eingesetzt.

Desweitern hat das Unternehmen Gebhardt verschiedenen Hochschulen Anlagen zur Verfügung gestellt, die dort einerseits zur Ausbildung der Studenten genutzt werden, andererseits aber auch mit wissenschaftlichem Knowhow weiterentwickelt werden.

Bilder

Kontaktadresse

Gebhardt Fördertechnik GmbH
Neulandsraße 28
74889 Sinsheim

www.gebhardt-foerdertechnik.de

Gebhardt Fördertechnik GmbH

Neulandsraße 28
74889 Sinsheim
Germany