Viele mittelständische Unternehmen, „Hidden Champions“ sowie ein leistungsstarker Industrie-Dienstleistungsverbund prägen die Wirtschaftsstruktur der Region. Baden-Württemberg zählt zu den Regionen, die in besonderem Maße von der industriellen Wertschöpfung abhängen. Folglich kommt der Umsetzung und Weiterentwicklung der Industrie 4.0 eine zentrale Rolle zu, da sie die industrielle Wettbewerbsfähigkeit sichern und zugleich neue Wertschöpfungspotenziale schaffen kann.
Die Untersuchung ist die vierte Readiness-Studie zu Baden-Württemberg im Auftrag der Allianz Industrie 4.0 und erweitert die vorigen Untersuchungen. Sie zielt darauf ab, ein umfassendes Bild zur Lage Baden-Württembergs im Zuge der vierten industriellen Revolution zu zeichnen.
Untersucht wurde diesmal die I4.0-Readiness im Vergleich zu den Vier Motoren-Regionen Katalonien, Auvergne-Rhône-Alpes, Lombardei und Nordbrabant sowie Niederösterreich, Baltikum und der Schweiz betrachtet.
Die Studie behandelt folgende Fragestellungen:
1) Wie schneidet Baden-Württemberg in einem I4.0-Vergleich unter führenden Industrieregionen Europas ab?
2) Wie ist die nachlassende I4.0-Dynamik in Baden-Württemberg der vergangenen Jahre zu erklären und ist diese auch in anderen führenden Industrieregionen Europas zu beobachten?
Um diese Forschungsfragen zu beantworten, wurden drei methodische Ansätze gewählt:
– Analysen des I4.0-Index auf Basis des European Manufacturing Survey, um den Verbreitungsstand von I4.0-Technologien in der Produktion zu identifizieren
– Qualitative Analysen von Interviews mit Expertinnen und Experten, die im Rahmen dieser Studie mit Industriebetrieben durchgeführt wurden
– Patentanalysen für die I4.0-relevanten Technologiefelder auf Basis von PATSTAT, um den Stand der Technik bei Forschung und Entwicklung im europäischen Vergleich zu analysieren
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Die Studie wurde im Auftrag der Allianz Industrie 4.0 vom Fraunhofer ISI durchgeführt.



