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Weitere Initiativen und Projekte in Baden-Württemberg
Diese Übersicht bündelt zentrale Initiativen und Projekte zur Digitalisierung in Baden-Württemberg. Von Industrie 4.0 über Künstliche Intelligenz bis hin zu Innovations- und Transferzentren erhalten Unternehmen, Forschung und Start-ups wertvolle Impulse, Vernetzung und praxisnahe Unterstützung für die digitale Transformation.
Applikationszentrum Industrie 4.0
Praxisnahe Tests, Forschung, Entwicklung und Wissenstransfer für Industrie 4.0 Anwendungen
Das Applikationszentrum Industrie 4.0 des Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) ist eine Innovationsumgebung, in der Unternehmen und Wissenschaftler gemeinsam Industrie 4.0-Anwendungen erforschen und bedarfsgerecht weiterentwickeln. Industrieunternehmen können das Applikationszentrum gemeinsam mit Projektpartnern als Testumgebung für Forschung und Entwicklung nutzen.
Mit Demonstratoren wird gezeigt, wie sich cyberphysische Systeme in der Produktion einsetzen lassen und additive Produktionstechnologien und echtzeitnahe Simulationen genutzt werden können. Das vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg geförderte Projekt verfolgt folgende Ziele:
- Industrie 4.0 in kleinen und mittelständischen Unternehmen etablieren
- Gemeinsam Showcases und Szenarien erforschen
- Lösungen bedarfsgerechte entwickeln und erproben
- Durch Schulungen und Trainings Wissen vermitteln
ARENA2036
Digitale Mobilität neu denken, Innovation beschleunigen, Zukunft der Automobilproduktion gestalten
Die ARENA2036 (Active Research Environment for the Next Generation of Automobiles) ist die größte und führende Forschungsplattform für Mobilität in Deutschland. In der ARENA2036 wird die gesamte Wertschöpfungskette zukünftig voll digitalisierter Fahrzeuge in den Blick genommen, neu gedacht und umgesetzt. Das Projekt ARENA2036 wird durch die Initiative „Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovation“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Der Bau der neuen Forschungsfabrik wurde zudem mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt.
Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Industrie ist ARENA2036 einer der zentralen Impulsgeber für den nachhaltigen Automobilbau der nächsten Fahrzeuggeneration. Seit dem Projektstart im Juli 2013 werden auf dem Forschungscampus Projekte in vier Themenschwerpunkten umgesetzt:
- LeiFu (Intelligenter Leichtbau mit Funktionsintegration)
- DigitPro (Digitaler Prototyp: neue Materialien und Prozesse)
- ForschFab (Forschungsfabrik: Produktion der Zukunft)
- Khoch3 (Kreativität, Kooperation, Kompetenztransfer)
Aus den realisierten Verbundprojekten heraus werden kontinuierlich neue Vorhaben im Themenfeld Mobilität der Zukunft angestoßen.
Artificial Intelligence Hub
KI anwenden, Innovation treiben, Geschäftsmodelle entwickeln, Unternehmen stärken, Zukunft sichern
Karlsruhe ist IKT-Standort Nr. 1 in Baden-Württemberg und bietet schon heute ein herausragendes Ökosystem für Startups, innovative Unternehmen und solche, die es werden wollen. Eine besondere Stärke der Stadt und der Technologieregion liegt dabei in der engen Zusammenarbeit verschiedener Partner, dem Technologie- und Wissenstransfer zwischen Old und New Economy sowie zwischen traditionellen Branchen und Digital- und Kreativwirtschaft.
Die Anwendungsorientierung steht im Vordergrund und ist damit ein Herzstück des Digital Hubs für angewandte Künstliche Intelligenz (KI). In den drei Anwendungsschwerpunkten Energie, Mobilität und Produktion werden sichere Methoden der Künstlichen Intelligenz nutzbar gemacht, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, Unternehmen zu gründen und etablierte Unternehmen in die Lage zu versetzen, ihre Marktposition auszubauen und zu festigen – mit Unterstützung exzellenter Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen.
Das vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg geförderte Projekt verfolgt folgende Ziele:
- Industrie 4.0 in kleinen und mittelständischen Unternehmen etablieren
- Gemeinsam Showcases und Szenarien erforschen
- Lösungen bedarfsgerechte entwickeln und erproben
- Durch Schulungen und Trainings Wissen vermitteln
Bodensee Mittelstand 4.0
Digitalisierung als Chance nutzen, Mittelstand stärken, Innovation vernetzt vorantreiben, Wissen bündeln
Bodenseemittelstand 4.0 trägt dazu bei, dass der regionale Mittelstand die Digitalisierung nicht als “Risiko”, sondern als “Chance” wahrnimmt. Dafür unterstützt das Projekt kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein bei der digitalen Transformation.
Die um den See herum vorhandene Expertise aus Wirtschaft, Wissenschaft und mittelstandsnahen Institutionen wird gebündelt, aufeinander abgestimmt und dem regionalen Mittelstand besser zugänglich gemacht.
Über bestehende KMU hinaus spielen auch Gründungen eine wichtige Rolle, die oftmals Digitalisierungsherausforderungen besser bewältigen und somit sowohl direkt als auch indirekt zur regionalen Digitalisierungstransformation beitragen. Zudem führt u. a. eine Bonifizierung verbunden mit professionellem Coaching von Start-ups im Digitalbereich letztlich zu einem neuen Wertangebot für bestehende Unternehmen, was wiederum der Implementierung unternehmenseigener Digitalisierungsmaßnahmen nützt.
Die Website digitalists.eu gibt Orientierung zu den Angeboten rund um das Thema Industrie 4.0. Sie richtet sich an Startups, Unternehmen, Wissenschaft und Intermediäre der Bodenseeregion. digitalists.eu hilft Entscheidungsträgern dabei, den richtigen Akteur für die jeweilige Fragestellung zu finden. Interessierte Mitarbeiter können sich über potenzielle Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote informieren.
Business Innovation Engineering Center (BIEC)
Digitale Transformation ganzheitlich gestalten, Innovation fördern, Mittelstand nachhaltig stärken
Das Business Innovation Engineering Center hat als Transfer- und Entwicklungszentrum die Steigerung der digitalen Transformations- und Innovationsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen in Baden-Württemberg zum Ziel. Die Verzahnung von anwendungs- und umsetzungsorientiertem Transfer mit der wissenschaftlichen Fundierung und Entwicklung von Methoden und Werkzeugen beschreibt den ganzheitlichen Ansatz des BIEC.
Dabei ist der Dreiklang »Mensch – Technik – Organisation« Basis des Handelns. Erst diese kombinierte Sichtweise ermöglicht Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung und eine erfolgreiche Transformation der Unternehmen. Um die BIEC-Aktivitäten an den Bedürfnissen und Herausforderungen der Unternehmen auszurichten, wurden sechs Schwerpunkte identifiziert:
- Smarte Leistungsbündel entwickeln
- KI nutzen
- Digitale Technologien einsetzen
- Wertschöpfung vernetzt gestalten
- Geschäftsmodellinnovationen umsetzen
- Organisation & Führungssysteme neu denken
Diese unterstützen einen zielgerichteten und umsetzungsorientierten Einstieg in den Prozess der digitalen Transformation.
CC-KING
KI-Engineering verbinden, Forschung transferieren, Industrie stärken, Innovation praktisch umsetzen
CC-KING ist das Kompetenzzentrum für KI-Engineering. Es stellt eine Verbindung zwischen KI-Spitzenforschung und etablierten Ingenieurdisziplinen dar und soll so den Einsatz von Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) und des Maschinellen Lernens (ML) in der Praxis erleichtern.
Das Kompetenzzentrum forscht in engem Kontakt mit Unternehmen an grundlegenden Fragen, praxistauglichen Methodiken und konkreten Anwendungsproblemen aus den Kontexten industrielle Produktion und Mobilität. Bereits existierende Forschungsinitiativen wie die Karlsruher Forschungsfabrik und das Testfeld autonomes Fahren Baden-Württemberg dienen dabei als Reallabore für die Schwerpunkte. Neben Workshops und Konferenzen zum Thema KI-Engineering erfolgt der direkte Transfer der Ergebnisse aus CC-KING in die Unternehmen über QuickChecks und TransferChecks.
Projekt »CYBER ACCESS BADEN-WÜRTTEMBERG«
VR/AR/MR praxisnah einsetzen, Zusammenarbeit stärken, Prozesse verbessern, Innovation ermöglichen
Ein Projekt zur Integration von kollaborativen Anwendungen der virtuellen, erweiterten und gemischten Realität (Virtual, Augmented und Mixed Reality: VR, AR, MR) in Baden-Württembergs Unternehmen, insbesondere KMU. Das Konsortium Crosscluster Industrie 4.0 (microTEC Südwest, Virtual Dimension Center Fellbach und bwcon GmbH) wird gemeinsam mit interessierten Unternehmen aus den Bereichen Handel, Handwerk, Luftfahrt, Medizintechnik und Produktion die Perspektiven von kollaborativen verteilten Anwendungen prüfen und Unternehmen dabei unterstützen, diese Technologien einsetzen zu können.
Die Konzepte des Projekts werden von Beginn an gemeinsam mit den potentiellen Nutzern der entstehenden Anwendungen entwickelt. Aktuelle Chancen und Risiken werden hierbei während eines Co-kreativen Prozesses diskutiert und die unterschiedlichen Bedürfnisse und Potenziale von Firmen in Baden-Württemberg erfasst. Resultierend entstehen dadurch mithilfe innovativer Methoden und Tools optimale Anwendungsszenarien für die Umsetzung von virtuellen Technologien im Unternehmen.
Folgende Anwendungsszenarien werden dabei erprobt:
- Verteilte Präsentation: Objekte und/oder Umgebungen werden virtuell präsentiert (während der Entwicklung oder zu Marketingzwecken, etc.)
- Training: 3D-Qualifizierung eines nicht anwesenden Teilnehmers
- Assistenzsysteme: Unterstützung eines Arbeitsprozesses (z.B. Reparatur, Montage)
Cloud Mall BW
Cloud-Vernetzung fördern, Kooperationen ermöglichen, Services verbinden, Wettbewerbsvorteile durch Innovation stärken
Die Cloud Mall Baden-Württemberg (Cloud Mall BW) bietet kleinen und mittleren Cloud-Serviceanbietern und -anwendern in Baden-Württemberg durch Unterstützung unternehmensübergreifender Kollaborationen und Vernetzung einen Rahmen, um untereinander Kooperationen zu schließen, das eigene Netzwerk zu stärken und dadurch aktiv Wettbewerbsvorteile auszubauen.
Zum einen werden die Cloud-Serviceanbieter und -anwender auf Wunsch bei der Suche nach passenden Partnern zur Erweiterung der eigenen Dienste unterstützt. Zum anderen können sie sich im Rahmen sogenannter Praxispiloten auf ein Konzept, wie zum Beispiel ein Architektur- oder Funktionsmodell, oder eine praktische Pilotumsetzung, wie zum Beispiel eine Integration und Kooperationen von Cloud-Services auf technischer Ebene, bewerben.
DigiREADY
gitale Kompetenzen stärken, Mitarbeitende befähigen, praxisnahe Lernprozesse unterstützen
Die AgenturQ beschäftigt sich mit innovativen Ansätzen, wie Beschäftigte motiviert und unterstützt werden können, um neue digitale Grundkompetenzen zu erlernen. Mit DigiREADY wurden praxisfreundliche Handlungsempfehlungen in Kooperation mit Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie erarbeitet. Die in der Theorie erarbeiteten Ansätze wurden zusammen mit kooperierenden Unternehmen in der Praxis erprobt und ausgearbeitet. Nun steht ein Tool zur eigenständigen Durchführung zur Verfügung.
Digital Chemistry & Digital Health Hub
Innovation vernetzen, Chemie und Gesundheit digitalisieren, Geschäftsmodelle beschleunigen, Talente gewinnen
Ziel des Hub ist es, Akteure und Institutionen miteinander zu verknüpfen und ein regionales Ökosystem in den Bereichen Chemie, Gesundheit und IT aufzubauen, um neue Geschäftsmodelle und Angebote schneller zur Marktreife bringen zu können. Auch steigert der Hub, der seinen Hauptsitz im Technologiezentrum Ludwigshafen haben wird, die Attraktivität der Metropolregion Rhein-Neckar für digitale Talente.
In der Metropolregion Rhein-Neckar mit ihren Oberzentren Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg sind zahlreiche führende internationale Unternehmen und Institutionen aus den Branchen Chemie, Gesundheit und IT aktiv. Darüber hinaus haben eine Reihe mittelständischer Unternehmen, Hidden Champions und innovative Start-ups mit Spitzentechnologie in der gesamten Metropolregion-Rhein-Neckar ihren Sitz. Im richtigen Zusammenspiel können diese Disziplinen und Institutionen eine große Innovationskraft hervorbringen. Deshalb wird der Hub Ludwigshafen | Mannheim „Digital Chemistry / Digital Health“ konsequent Innovationen und Gründungen aus den Bereichen Digitale Chemie und Digitale Gesundheit fördern.
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