Partner auf Augenhöhe

Kooperationen zwischen Japan und Baden-Württemberg

In den 80er und 90er Jahren pilgerten deutsche Manager scharenweise nach Japan, um von dem asiatischen Staat zu lernen. Japan galt als Land der Zukunft. Firmen wie Toshiba und Hitachi hatten den globalen Elektronikmarkt erobert, Mitsubishi und Toyota waren dabei, die Autobranche aufzurollen. „Lernt von Japan!“ hieß die Devise, japanische Produktionsweisen hielten Einzug in die deutschen Fabriken.

Heute bietet sich ein ganz anderes Bild: Am 27. und 28. März besuchten hochrangige Unternehmensvertreter Baden-Württemberg, um sich über Industrie 4.0 zu informieren. Neben Großkonzernen wie Toshiba, Mitsubishi und Softbank waren auch Mittelständler aus dem Maschinenbau mit an Bord. Sie suchen nach konkreten Anwendungsfällen von Industrie 4.0 und vor allem Antworten auf die Frage, wie der Mittelstand die digitale Transformation schaffen kann. In Japan wie in Baden-Württemberg fungieren kleine Unternehmen als Zulieferer für die Großen. Verpassen sie den Anschluss, gerät das gesamte Wirtschaftssystem ins Wanken.

Dass die Zusammenarbeit gelingen kann, beweisen Erfolgsbeispiele wie das japanische Softwareunternehmen Lexer, das seit Beginn des Jahres mit dem Fraunhofer IPA und dem Karlsruher KIT kooperiert und seine Lösungen schon bei Kunden in Baden-Württemberg im Einsatz hat. Neben der Allianz Industrie 4.0 begleitet Baden-Württemberg International die Kooperationen.